Vorsicht Sonnenbrand

Medizinisch gesehen ist der Sonnenbrand eine Entzündung der Haut, deren Auslöser die unsichtbaren, ultravioletten Strahlen im Sonnenlicht sind. Die Blutgefäße erweitern sich und es entsteht eine Rötung der Haut. Der Körper schüttet Entzündungsstoffe aus, die Brennen und Schmerzen hervorrufen. Die Symptome treten erst vier bis acht Stunden nach dem Sonnenbad auf. Während des Sonnens verspüren viele lediglich eine leichte Spannung der Haut. Um die Beschwerden zu lindern, sollten Betroffene ihre Haut mit Lotionen oder kalten Umschlägen kühlen. Sonnenlicht ist jedoch nicht nur gefährlich, sondern auch wichtig für den Menschen, betont Medizinjournalist Sven-David Müller vom Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de. Es führt zur Ausschüttung von Glückshormonen und die UV-Strahlen regen die Bildung von Vitamin D an, das bei der Knochenbildung und -Stärkung eine wichtige Rolle einnimmt. Um diesen Effekt zu erzielen, ist jedoch kein langes Sonnenbad von Nöten. Es genügt bereits sich 20 Minuten bekleidet im Tageslicht aufzuhalten.

Sonnenbrand streckt sich über Tage und Wochen

Vom Sonnenbrand hervorgerufene Beschwerden wie Brennen und Schmerzen treten erst vier bis acht Stunden nach dem Sonnenbad auf. Hinzukommen können beispielsweise Fieber und Kreislaufschwierigkeiten. Den Höhepunkt erreichen die Symptome eines Sonnenbrands nach ein bis zwei Tagen und verschwinden erst nach etwa zwei Wochen völlig, zumeist unter Ablösung oder Schuppung der Haut.

Kinder brauchen besonderen Schutz

Kleinkinder unter einem Jahr sollten im Sommer gar keinen direkten Kontakt mit dem Sonnenlicht haben. Bei Kindern bis zum zwölften Lebensjahr ist ein effektiver Sonnenschutz, vor allem durch Kleidung mit speziellem UV-Schutz, besonders wichtig. Kinderhaut ist noch viel dünner, als die eines Erwachsenen und konnte noch keinen Eigenschutz aufbauen. Daher ist ein Sonnenbad für Babies, Kleinkinder und Kinder außerordentlich gefährlich, so Müller.

Sonnenbrand erhöht Hautkrebsgefahr

Besonders vorsichtig beim Sonnenbaden sollten Menschen sein, die eine Vielzahl von Pigmentmalen, umgangssprachlich Leberflecke genannt, besitzen. Pigmentmale sind völlig normal und in der Regel auch unbedenklich. Durch die Bestrahlung mit UV-Stahlen können sie sich jedoch zu Melanomen (schwarzer Hautkrebs) verändern. Diese Krebsart gehört zu den gefährlichsten überhaupt, da er sehr aggressive und schnell wachsende Metastasen bildet. Der Hautarzt kann jedoch bei einer frühen Erkennung des Tumors den Betroffenen häufig helfen.

Richtiger Sonnenschutz

Das beste Mittel sich vor Sonnenbrand zu schützen, ist es die direkte UV-Strahlung, vor allem während der Mittagssonne, zu meiden. In dieser Zeit ist die Intensität der Sonnenstrahlen besonders hoch und es ist ratsam sich im Schatten aufzuhalten. Zudem sollten gefährdete Hautstellen mit Kleidung bedeckt sein. Eine Kopfbedeckung im Idealfall mit Nackenschutz ist empfehlenswert.  Es ist notwendig ein Sonnenschutzmittel auf die Haut aufzutragen, deren Lichtschutzfaktor nicht unter 15 liegen sollte.

Weitere Artikel zum Thema Sonnenbrand bieten die imedo-Gesundheitsnews, beispielsweise den Artikel „Sonnenbrand dem Hauttyp entsprechend vorbeugen“ unter
http://gesundheitsnews.imedo.de/news/1011170-sonnenbrand-dem-hauttyp-entsprechend-vorbeugen.

Mehr Informationen über Sonnenbrand sind im Medizinlexikon unter http://www.imedo.de/medizinlexikon/dermatitis-solaris zu finden.

Zum Erfahrungsaustausch über Sonnenbrand lädt die imedo-Community unter http://www.imedo.de/group/topics/show/513-sonnenbrand-hilfe/#p2921 ein.

Redaktion: Danny Böckmann und Sven-David Müller (Medizinjournalist)

Sonnenallergie ist auf dem Vormarsch

Etwa 20 Prozent der Bevölkerung leiden an einer Sonnenallergie. Für viele Menschen beginnt mit dem Sommer eine von starken Schmerzen, hervorgerufen von unerwünschten Hautreaktionen durch eine intensive Sonnenbestrahlung, geprägte Zeit. Hinter dem Begriff Sonnenallergie verstecken sich eine Vielzahl von möglichen Erkrankungen wie beispielsweise die polymorphe Lichtdermatose (PLD), die Mallorca-Akne oder eine photoallergische Reaktion, klärt Medizinjournalist Sven-David Müller vom Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de auf.

Die polymorphe Lichtdermatose (PLD) ist eine der häufigsten Formen der Sonnenallergie

Die polymorphe Lichtdermatose gefährdet vor allem Hautpartien, die noch nicht an die Sonneneinstrahlung gewöhnt sind, wie zum Beispiel Schultern, Nacken oder die Streckseiten der Arme und Beine. Ihre genaue Ursache ist bis heute ungeklärt und ob es sich tatsächlich um eine Allergie handelt, ist umstritten. Meist äußert sich die Krankheit durch stark juckende Flecken oder Bläschen, die nach ein bis drei Wochen Sonnengewöhnung der Haut wieder verschwinden. Zur Vorbeugung empfohlen, ist die Einnahme von Beta-Carotin, auch wenn Studien eine vorbeugende Wirkung nicht bestätigen konnten. Für Raucher ist die Verwendung des Provitamin A auf Grund einer erhöhten Lungenkrebsgefahr jedoch ungeeignet.

Die Mallorca-Akne: Vor allem junge Menschen sind betroffen

Die Mallorca-Akne ist eine eher seltene Reaktion der Haut auf Sonnenstrahlung und tritt zumeist  während des Urlaubs in südlichen Ländern auf. Symptome sind kleine, juckende Knötchen im Bereich der Körperhaare, die durch eine Unverträglichkeit der Haut auf das UV-Licht der Sonne in Verbindung mit den Inhaltsstoffen des Sonnenschutzmittels zurückzuführen sind. Am häufigsten betroffen sind junge Menschen mit fettiger Haut. Zur Vorbeugung empfiehlt sich daher ein Sonnenschutzgel statt Sonnenschutzmilch zu verwenden, da diese zumeist fettfrei sind.

Die photoallergische Reaktion: Vorsicht bei der Verwendung von Kosmetika und Arzneimitteln vor dem Sonnenbad

Viele Stoffe aus beispielsweise Kosmetika, Arzneimitteln wie Antibiotika oder Pflanzen wie Sellerie, Petersilie und Zitrusfrüchte bilden in Verbindung mit UV-Licht Abbauprodukte, die zu einer allergischen Reaktion der Haut führen können, auch wenn das Präparat vorher absolut verträglich erschien. Bei diesem Fall der Sonnenallergie liegt eine photoallergische Reaktion vor. Bei einer regelmäßigen Medikamenteneinnahme sollten sich Patienten vor einem Urlaub in der Sonne erkundigen, ob es bei intensiven Sonnenlicht Probleme geben kann. Des Weiteren ist es empfehlenswert auf Sonnenschutzmittel, mit ausschließlich mineralischen Filtern wie Titandioxid oder Zinkoxid zurückzugreifen.

Schutz vor dem Sonnenlicht

Um das Risiko einer Sonnenallergie zu verringern, sollte sich die Haut langsam an das intensive Sonnenlicht gewöhnen können. Es ist daher ratsam, sich die ersten Tage überwiegend im Schatten aufzuhalten und die Haut nicht zu überfordern. Zusätzlich sollten Sonnenbader ein Sonnenschutzmittel mit möglichst hohem Schutzfaktor verwenden. Er beschreibt die Schutzeigenschaften des Präparats vor der UVB-Strahlung, die hauptursächlich für einen Sonnenbrand und eine Sonnenallergie ist. Nachdem Auftragen mit einem Sonnenschutzmittel mit dem Faktor Acht, kann man sich beispielsweise acht mal solange in der Sonne aufhalten, wie ungeschützt. Ein Sonnenschutzmittel sollte aber auch vor der UVA-Strahlung schützen. Um eine sinnvolle Ermittlung für einen Schutzfaktor vor der UVA-Strahlung ringen Wissenschaftler seit Jahren. Daher verzichten viele Hersteller von Sonnenschutzprodukten häufig auf eine Angabe. Menschen mit besonders heller und empfindlicher Haut sollten sich mit ihrem Hautarzt in Verbindung setzen und über eine Lichtabhärtung sprechen, die in solchen Fällen sinnvoll sein kann.

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Weitere Artikel zum Thema richtig Sonnen in den imedo-Gesundheitsnews.

Redaktion: Danny Böckmann und Sven-David Müller (Medizinjournalist)

Scharf und knackig: Radieschen sorgen für mehr Gesundheit im Frühjahr

Die in Radieschen vorkommenden Senföle wirken stark antibakteriell und das kann vor Sommer-typischen Infektionen schützen, informiert Medizinjournalist Sven-David Müller vom Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de. Radieschen sind reich an Senfölen, die ihnen die Schärfe verleihen und sie vor Frassfeinden schützen sollen. Mitte April beginnt die Radieschen-Saison. Radieschen gehören zur Familie der Kreuzblütengewächse. Der Name Radieschen leitet sich vom Lateinischen Wort “radix” für Wurzel ab.

Radieschen sind gesund

Da Radieschen zu 94 Prozent aus Wasser bestehen, enthalten sie mit 14 Kilokalorien pro 100 Gramm extrem wenig Kalorien. Der scharf-bittere Radieschen-Geschmack fördert zusammen mit den Radieschen-Ballaststoffen die Sättigung. Daher sind die scharfen Früchtchen ideal für eine effektive Bikini-Diät. In der Volksheilkunde finden Radieschen ihren Einsatz bei Leberleiden, Gallensteinleiden und bei rheumatischen Erkrankungen. Die roten Knollen mit dem weißen saftigen Fleisch sind reich an Vitamin C, Eisen und Magnesium. Möglicherweise können die zur Gruppe der sekundären Pflanzenstoffe gehörenden Senföle sogar vor Krebs schützen. Darauf weisen zumindest Ergebnisse aus Tierversuchen hin, erläutert Müller.

Magen-Darm-Infektionen sind im Sommer häufig

Gerade im Sommer verderben Lebensmittel besonders leicht und bakterielle Magen-Darm-Infektionen sind häufig. Zur Vorbeugung empfiehlt Sven-David Müller den Genuss von Radieschen, die durchaus in der Lage sind, Bakterien Paroli zu bieten. Das sollte aber natürlich niemanden dazu verleiten, rohes Gehacktes unsachgemäß zu lagern, Softeis von dreckstrotzenden Ständen zu kaufen oder ungekühlte Mayonnaise-Salate oder Produkte aus rohem Ei wie Tiramisu oder Sauce Hollandaise zu verzehren und dann zu versuchen, die Infektion mit Radieschen zu vermeiden.

Radieschen richtig lagern und putzen

Kenner verzehren Radieschen frisch. In feuchte Tücher eingeschlagen bleiben Radieschen im Gemüsefach des Kühlschranks zwei bis drei Tage knackig. Danach fangen sie auch bei besten Lagerungsbedingungen an, zu welken und zu vertrocknen. Kleine Radieschen sind schärfer als große, die oftmals holzig sind. Weich und schrumpelig gewordene Radieschen werden wieder knackig, wenn man sie kurz ins kalte Wasser legt. Vor dem Genuss von Radieschen ist es wichtig, das Grün und die Wurzeln abzuschneiden. Mit reichlich kaltem Wasser lassen sich äußere Verschmutzungen leicht entfernen.

Leckere Radieschen-Rezepte

Der scharf-bittere Geschmack macht Radieschen zu einer optimalen Salatzutat, aber auch in der warmen Küche warten die kleinen Knollen auf ihren Einsatz. Die Kombination aus scharf-aromatischen Radieschen mit süßen und herben Früchten wie Granatapfel, Weintrauben oder Apfel ergibt ein wunderbares Geschmackserlebnis. Ein leckeres leichtes Sommergericht sind gehackte Radieschen, Zwiebelwürfelchen und Schnittlauchröllchen mit Magerquark vermischt zu jungen Pellkartoffeln, die mit etwas frischem Leinöl beträufelt sind. Radieschen haben ihren festen Platz in der Salatküche, aber sie lassen sich auch zu aromatischen Suppen oder als Füllung für Hackbraten verarbeiten. Besonders lecker und erfrischend ist auch eine kalte Radieschensuppe auf Kefirbasis. Das ist gesunde Erfrischung im Sommer.

Auf den Seiten der imedo-Gesundheitsnews erfahren Gesundheitsbewusste mehr über Inhaltsstoffe und Gefahren von Lebensmitteln, beispielsweise warum Spinat die Entstehung von Nierensteinen und Osteoporose fördert.

Die imedo-Gesundheitsnews halten für Hobbyköche einige Rezepte bereit, beispielsweise das Rezept für einen Frühlingssalat mit frisch zubereitetem Kräuteröl.

In der Gruppe „Krankheiten aufgrund falscher Ernährung“ in der imedo-Gesundheitscommunity können sich Interessierte über richtige und falsche Ernährung austauschen.

Redaktion: Sven-David Müller (Medizinjournalist) und Marcel Kresin
Bildquelle: pixelio.de, Maren Beßler