Glutathion-Mangel findet man in Zuständen von oxydativem
Stress,was neurogenerative Erkrankungen,wie z.B.Alzheimer
mit einschließt. Ein verminderter Glutathion-Spiegel schafft die
Möglichkeit, daß die freien Radikalen sich vermehren und somit
den Weg bereiten für eine verstärkte Gehirnschädigung.
2. Krebs
es wurde bei Experimenten herausgefunden,daß die Krebs verursachenden
polychlorinierten Biphenyle (PCBs) den Glutathoin-Spiegel verändern,
was dann dazu führt, daß die Widerstandsfähigkeit des Körpers zu
bestimmten Krebs-Typen sich verändert. Glutathion-Mängel stehen in Verbindung zu vielen verschiedenen
Krebsarten.
3.HIV
Ein niedriger Glutathion-Spiegel bei HIV Patienten traegt zu der
Immun-Schwäche bei, weil Glutathion eine wichtige Rolle spielt
bei der Funktion der Lymphozyten. Einige Lymphozyten verlangen eine
angemessene Menge an Glutathion, um normal zu funktionieren und durch
HIV wird ein oxydativer Stress hervorgerufen, der das Glutathion in diesen
Zellen dezimiert.
4.Multiple Sklerose
Die beobachtete Dezimierung von Glutathion, der Anstieg des Ceramid-Spiegels
(Ceramide sind die wichtigsten der sogenannten ‘Barrierelipiden’) und der
Anstieg der Apoptose (der programmierte Zelltod,es ist die häufigste Form
des Zelltods im Körper) kommt angehäuft vor in menschlichen Gehirnen bei
Patienten mit Nervenentzündungs-Krankheiten, wie z.B: Addison-Schilder-Syndrom
(eine Erbkrankheit) oder Multiple Sklerose.Das deutet daraufhin, daß der
intrazelluläre Glutathion-Spiegel eine entscheidende Rolle spielt bei der
Regulierung der durch Zytokin (als Zytokine (auch: Cytokine) werden Glykoproteine
bezeichnet, die regulierende Funktionen für das Wachstum und die Differenzierung
von Zellen ausüben) hervorgerufenen Generierung von Ceramiden, die zur Apoptose
von Gehirn-Zellen führen.
J Biol Chem, Band. 273, Ausgabe32, 20354-20362, August 7, 1998 – “Cytokine-mediated
Induction of Ceramide Production Is Redoxsensitive.”
Hier ein Link über weitere Artikel betreffend Multiple Sklerosis,die leider
nur auf englisch abgerufen werden können.
Dieses Video von "teledesign.de" zeigt in der Animation
besonders die Aufgaben der Freßzellen,der Abwehrzellen,
der T- u.B-Lymphozyten und der Killerzellen im
Immunsystem.Es zeigt sehr schön wie diese in der
Zusammenarbeit mit einer Infektion fertig werden.
Der Wettbewerb der Glutathion-Wegbereiter
(Die Aminosäuren Cystin und Glycin)
zwischen dem Immunsystem und den Skelett-
Muskeln. Das Entstehen des Chronisches Erschöpfungssyndroms (CFS):
Gekürzte Zusammenfassung der Forschungen von G.Bounous
und J.Molson
Das chronische Erschöpfungssndrom (CFS) ist typisch
verbunden mit einer erkannten oder vermuteten
Infektion oder die Folge davon.
Abnormalitäten von humoraler und/oder zellularer
Immunität wurden nachgewiesen bei einer großen Anzahl
von Patienten mit CFS.
Die meisten übereinstimmenden Ergebnisse bestehen
aus gestörter Lymphozyten-Reaktion auf Mitogene
( Mitogene sind Proteine, die die Zellteilung bei B- und
T-Zellen anregen). Glutathion ist essentiell notwendig um den Lymphozyten
(Lymphozyten gehören zu den weißen Blutkörperchen
-Leukozyten-. Sie sind die eigentlichen spezifischen
Abwehrzellen des menschlichen Körpers) die Möglichkeit
zu geben das volle Potential auszuschöpfen ohne durch
eine Ansammlung von Oxiradikalen (Oxyradicale werden
gebildet in den vielen Tausenden von Mitochondrien)
behindert zu werden.
Infolgedessen führt die langwierige Herausforderung
der Immunocyten zum Abbau von zellulärem Glutathion.
Weil Glutathion ebenso essentiell ist für die sauerstoff-
abhängige MuskelKontraktion, entsteht somit ein unerwünschter
Wettbewerb der Glutathion-Wegbereiter.
Es ist nachvollziehbar, daß die vorrangige Aufgabe des
Immunsystems ( das Überleben des Körpers als Gesamtheit)
hinabgezogen wird zu dem lebenswichtigen Bereich
abnehmender Produktivität der Glutathion-Wegbereiter.
Somit werden die Skelett-Muskeln nicht angemessen mit
den Glutathion- Wegbereitern versorgt, um einen normalen
sauerstoffabhängigen Metabolismus aufrechtzuerhalten, was
dann in Erschöpfung resultiert und letztendlich dann
in das Entstehen des Krankheitszustandes “Chronisches
Erschöpfungssyndrom (CFS)” führt.
(Erschienen ist dieser Artikel bei Harcourt Publishers
1999 in englischer Sprache)