Reiki und Gesundheit

Kaum ein Thema beschäftigt Menschen in einer spezialisierten und aufgeteilten Welt mehr als Ganzheitlichkeit. Wir sind in vielen Bereichen Experten. Expertentum und Spezialisierung sind gut, sonst wären keine Spitzenleistungen möglich. Doch leider neigen wir dazu, das Berufliche auf das Privatleben zu übertragen. Der Preis für die Spezialisierung ist, dass wir unsere persönliche Ganzheitlichkeit aus den Augen verlieren. Diesen Aspekt berücksichtigend, sollten wir uns neue Fragen zur Gesundheit stellen, denn die Gesundheit ist jener Lebensbereich, an dem sich die verlorene Ganzheitlichkeit am deutlichsten zeigt.

Was ist eigentlich Gesundheit?
Gesundheit ist mehr als das reibungslose Funktionieren körperlicher Detailbereiche. [...]

Welcher Sport in welchem Alter?

Kann man sagen, dass man irgendwann zu jung und irgendwann zu alt für bestimmte Sportarten ist? Nein, ein so pauschales Urteil ist nicht möglich. Kraft- und Ausdauertraining sind in jedem Alter möglich. Sie sind auch in jedem Alter sinnvoll und nützlich. Denn insgesamt ist nichts schädlicher als Bewegungsmangel, der die Leistungsfähigkeit in jedem Alter senkt. Und wer als Kind oder Jugendlicher schon nach Churchills “no sports” handelt, handelt sich schon früh Haltungsschäden, Übergewicht und eine eingeschränkte Leistungsfähigkeit ein. Und mit diesen Voraussetzungen ist es dann doppelt schwer, in späteren Jahren zum Sport zu finden. Und so kommt es, dass man dann eine eingschränkte Beweglichkeit auf das Alter schiebt und sich selbst um ein gutes Stück Lebensqualität bringt.

Sicherlich lässt die Leistungsfähigkeit altersbedingt etwas nach. Deshalb gibt es ja beispielsweise bei Volksläufen auch Altersklassen in 5- oder 10-Jahresschritten, so dass man sich immer nur mit annähernd Gleichaltrigen messen muss. Und so manche Zeiten, die im Seniorenbereich erzielt werden, lassen so manche Junge vor Neid erblassen. Auch in Kraftsportarten wird immer wieder von hohen Leistungen älterer Sportler berichtet.

Was bedeutet nun sportliches Training für die verschiedenen Altersstufen und wie macht man es richtig?

Sport für Kinder und Jugendliche

Es ist inzwischen allgemein bekannt, dass unser Nachwuchs zu dick und unbeweglich ist. Dabei ist körperliche Aktivität in jungen Jahren der Grundstein für ein gesundes Leben. Dadurch entwickelt sich unter anderem ein ganz anderes Körperbewusstsein, dank dem man viel besser auf seinen Körper achtet. Das kann sich neben regelmäßiger sportlicher Betätigung auch auf die Ernährung und den Konsum von Genussmitteln auswirken.

Kraft- und Ausdauertraining sind gleichermaßen für Kinder und Jugendliche geeignet. Natürlich dürfen Kinder keine zentnerschweren Gewichte stemmen, und jeglicher Leistungsdruck ist ebenfalls fehl am Platz. Sinnvoll ist ein spielerisches Training, denn nur so bleibt vor allem Kindern der Spaß an der körperlichen Betätigung erhalten.
Im Ausdauerbereich werden Kinder und Jugendliche oft auf kurze Laufstrecken unter 1000 m geschickt, weil man meint, dass ihnen längere Strecken nicht zumutbar wären. Aber genau das Gegenteil ist der Fall. Längere Strecken in langsamem Tempo sind ideal. Gerade bei Kindern ist die Gefahr der Überlastung gering, da sie einfach aufhören, wenn sie nicht mehr können.

Sport für Senioren

Senioren können ebenso wie Kinder ihre Kraftfähigkeit trainieren und verbessern. Wer ausreichend Kraft hat, geht mit einer aufrechten Haltung durch das Leben und hat auch keine Probleme, Treppen zu steigen oder Einkaufstaschen zu tragen. Wie bei den jungen Leuten muss das Krafttraining gut dosiert und korrekt ausgeführt werden. Dazu sollte auf jeden Fall auch Ausdauertraining betrieben werden, um den Kreislauf in Schwung zu halten und den mit dem Alter zunehmenden Erkrankungen in diesem Bereich vorzubeugen.
Es ist übrigens nie zu spät, mit dem Sport zu beginnen, gibt es doch inzwischen für jeden Geschmack und alle Anforderungen geeignete Sportarten und Trainingsgeräte. So bieten sich für Einsteiger vor allem Nordic Walking und der Cross-Trainer für ein gelenkschonendes Training an.

Ein angemessenes Kraft- und Ausdauertraining ist also in jedem Alter sinnvoll und nützlich. Wie sagte schon Erich Kästner? “Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.”

Ergometer-Rennen

Radrennen fahren, aber keinen Zentimeter voran kommen - wie geht denn das? Ganz einfach, bei einem Ergometer-Rennen. Prädestiniert sind die Ergometer der Firma Daum electronic, die über die notwendigen Computer und Software verfügen. Und über diese Hilfsmittel werden Programme erstellt, die das Abbild einer realen Rennstrecke sind. Und genau diese Strecke muss von allen Teilnehmern abgefahren werden. Wer dabei am schnellsten ist, wird Sieger. Ist doch ganz einfach, oder?

Wenn sich alle Teilnehmer am gleichen Ort, z.B. auf einer Messe, befinden, lassen sich sogar die Positionskämpfe am Bildschirm mitverfolgen, auch wenn natürlich die Ergometer fest stehen bleiben. Gibt es mehr Teilnehmer als Ergometer, müssen mehrere Läufe gefahren werden, und der Radler mit der schnellsten Zeit über alle Läufe wird als Sieger geehrt.

Mit einer Internet-Verbindung ist es aber auch möglich, Teilnehmer von verschiedenen Standorten aus gegeneinander antreten zu lassen. Im privaten Bereich können sich also auch mehrere Sportler jeweils von zu Hause sportlich miteinander messen. Allerdings gibt es dafür dann keine Siegerehrung mit Pokal und Applaus, sondern nur die eigene Genugtuung, wenn man ein gutes Ergebnis erzielt hat.

Mit derartigen Programmen kann man natürlich auch gegen sich selbst fahren und feststellen, ob sich das Training lohnt und ob man inzwischen schneller auf der gleichen Strecke unterwegs ist als noch vor einigen Wochen oder Monaten. Der Vorteil dabei ist, dass man immer die gleichen Witterungsbedingen vorfindet, also nie durch Rückenwind geschoben oder von Gegenwind gebremst wird.

In Zeiten steigender Energiekosten wäre es natürlich auch mal interessant, die beim Ergometer-Strampeln erzeugte Energie zu nutzen - vielleicht für den Betrieb des Computers? Im Schweizer Fernsehen gab es vor langer Zeit einmal ein derartiges Experiment. Und in den 90er-Jahren waren dort Rollenrennen sehr populär. Dieser Boom hat sich aber inzwischen gelegt, zumal heute ja auch ganz andere technische Möglichkeiten zur Verfügung stehen.

Was den Radlern recht ist, ist den Ruderern übrigens schon lange billig. Dort gibt es sogar Meisterschaften im Ergometer-Rudern. Spezielle Strecken gibt es dort allerdings nicht, denn bergauf oder bergab rudern ist ja nicht möglich, weil Flüsse nur in der Ebene fließen können. Bei den Ergometer-Ruderern sind dann aber die Positionskämpfe auf der Leinwand spannender.